So langsam neigt sich das Jahr 2025 dem Ende zu, und wir möchten mit unserem Jahresrückblick ein paar Einblicke in den diesjährigen Betriebsablauf geben.

Zum Jahresanfang haben wir uns mit der alljährlichen Pflege der Feld- und Wiesenränder beschäftigt. Zusätzlich haben wir bei einigen Feldwegen das Lichtprofil wiederhergestellt, um eine gute Befahrbarkeit zu gewährleisten.

Am ersten Februarwochenende sollte wie jedes Jahr die Tierschau unseres Rinderzuchtverbandes in Alsfeld stattfinden. Leider musste diese aus Tierseuchenschutzgründen abgesagt werden, da es Anfang Januar in der Nähe von Berlin zu einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) gekommen war.

Seit Mitte Februar haben wir eine neue Auszubildende im Betrieb. Janina ist im zweiten Ausbildungsjahr zu uns gewechselt und erlernt den Beruf der Tierwirtin, worüber wir uns sehr freuen.

Ende Februar bis Anfang März haben wir mit den ersten Düngergaben im Raps begonnen. Die anderen Kulturen wie Gerste, Weizen und Durum folgten etwas zeitversetzt. Die ersten Zuckerrüben haben wir bereits Anfang April ausgesät. Danach folgte etwas Regen, sodass die letzten Zuckerrüben und der Mais erst ab Mitte April ausgesät werden konnten.

Am 30. April und 1. Mai haben wir den ersten Grassilageschnitt bei durchschnittlicher Menge und in hervorragender Qualität siliert. Die Ernten unserer Grassilage, des Heus und der Maissilage stellten sich aufgrund nur weniger stabiler Wetterlagen als größere Herausforderung dar.



Die Abkalbesaison unserer Wagyuherde startete am 9. Mai 2025 mit einem kleinen Mädchen. Im Jahresverlauf folgten noch drei weibliche und zehn männliche Kälber bei bester Gesundheit.



Am 24. und 25. Mai wurde unsere alljährliche Verbandsschau nachgeholt. Wir haben drei Tiere ausgestellt und erzielten zwei Siegertitel sowie einen Reservesiegertitel in den einzelnen Klassen. Außerdem konnten wir zwei Reservesiegertitel über alle Klassen für uns entscheiden. Somit gewannen alle drei Tiere gleich mehrere Titel.

Den zweiten Schnitt Grassilage haben wir Anfang Juni siliert. Trotz teilweise ergiebiger Niederschläge konnten wir eine sehr gute Qualität sichern und einen hohen Ertrag erzielen. Im Jahresverlauf folgten noch drei weitere Grassilageschnitte mit gutem Ergebnis. Auch für unsere Wagyus konnte Grassilage in guter Qualität und sehr großer Menge eingefahren werden. Insgesamt hatten wir ein gutes und beruhigendes Ergebnis erzielt.

Ende Juni starteten wir mit der Gerstenernte, die zügig verlief und einen sehr guten Ertrag brachte. Wetterbedingt haben wir unseren Hartweizen (Durum) mit zwei Mähdreschern geerntet, um vor allem die erwünschte Qualität zu sichern. Die Raps- und Weizenernte hingegen zog sich durch den regelmäßigen Niederschlag in die Länge. Für den Raps war das kein Problem, aber der Weizen hatte ganz geringfügig etwas an Qualität verloren. Die Erträge waren durchweg sehr gut, womit es uns möglich ist, die gegenwärtig schlechten Verkaufspreise zu kompensieren.

Ende Juli schaffte unser Auszubildender Janick seinen Abschluss mit Abitur mit sehr guten Leistungen und wird sich nun als Facharbeiter bei uns einbringen. Im August durften wir unseren neuen Auszubildenden Oskar begrüßen. Er erlernt bei uns den Beruf des Landwirts mit Abitur.

Unsere Strohernte ist trotz regelmäßiger Niederschläge weitestgehend ohne Probleme verlaufen.



Die Rapsaussaat ging zügig voran, da sich die Böden sehr gut vorbereiten ließen. Die Aussaat von Gerste, Durum und Weizen wurde immer wieder von größeren Niederschlagsmengen begleitet, wodurch sich die Weizenaussaat als besondere Herausforderung erwies. Unseren Silomais haben wir am 11. und 12. September gehäckselt. Der Ertrag war im Vergleich zu den Vorjahren um 30 % geringer, aber die Qualität war sehr gut.



Die Woche vom 15. bis 21. September stand ganz im Zeichen des sozialen Engagements. Am 17. September startete sie mit dem Besuch einer Nordhäuser Kita. Am 18. September gab es gemeinsam mit dem Verein Ökoherz eine Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema „Lernort Bauernhof“. Am 19. September durften wir die zweite Gruppe der Kita aus Nordhausen begrüßen. Am Nachmittag gab es bei uns das erste Treffen der Junglandwirte in Nordthüringen gemeinsam mit dem Kreisbauernverband und der Landvolkbildung Thüringen. Als gelungener Abschluss der Woche besuchte uns am 20. September unser Patenkindergarten, die Hohensteiner Burgspatzen, an seinem ersten Familienwandertag. Es war eine tolle Woche für uns, geprägt von interessanten und schönen Gesprächen mit Groß und Klein.

Im November besichtigte nochmals eine Gruppe Junglandwirte unseren Betrieb, diesmal vom Niederrhein.

Mitte November zogen wetterbedingt alle Tiere in den Stall ein – nun wird es Winter.

Die Blauzungeninfektion aus dem Jahr zuvor haben unsere Kühe nun weitestgehend überstanden, und die Milchleistung steigt wieder an. Leider fiel der Milchpreis im November um mehr als 10 %, und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

Am 20. November besuchten wir mit unserer Jungkuh Nana die Tierschau in Bismark (Sachsen-Anhalt) und sicherten uns hier den Klassensieg.

So neigt sich das Jahr dem Ende.

Wir wünschen Ihnen allen und Ihren Familien einen ruhigen und besinnlichen Jahresausgang im Kreise Ihrer Lieben. Bleiben Sie gesund und alles Gute für 2026.